Betten Winkler zum 4 Mal Bettenfachhändler des Jahres

Neue Filiale erweitert das Einzugsgebiet

Im Juli 2018 wurde die „Bettenwelt – Gesundes Schlafen“ in Mainz zu „Betten Winkler“. Die Übernahme erfolgte in aller Stille, aber nicht ohne gründliche Veränderungen. Heute freut Frank Gaffrey sich nicht nur darüber, einen gut eingeführten Bettenfachhandel gerettet, sondern auch, seine Geschäfte in Kriftel, Bad Kreuznach und Wiesbaden um eine wertvolle Filiale in der Rheinland-Pfälzischen Landeshauptstadt erweitert zu haben.

Eigentlich hatte Hans Rackow seine Nachfolge bereits geregelt als er 2017 beschloss, in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen. Doch der Plan platzte kurz vor der Vertragsunterzeichnung . Zum Glück fand sich schnell ein neuer Interessent. Frank Gaffrey, der seit zwölf Jahren den Familienbetrieb Betten Winkler in dritter Generation führt, erkannte seine Chance: „Statt den sprichwörtlichen Sprung ins kalte Wasser zu wagen, konnte ich mit der ‚Bettenwelt‘ ein gut eingeführtes Bestandshaus übernehmen.“

Zur Übergabe, die bereits wenige Monate später im Juli 2018 stattfand, verzichtete der neue Eigentümer daher auch ganz bewusst auf eine feierliche Neueröffnung oder spezielle Kundenaktionen. Stattdessen machte er sich gleich an die Arbeit, sein neues Geschäft durch umfassende Umstrukturierungs- und Umbaupläne fit für die Zukunft zu machen.

Gleich zum Start erfolgten die Umfirmierung, der Wechsel von der Garant-Gruppe zum Bettenring und die Angleichung an die Strukturen und Prozesse der anderen Betten Winkler-Häuser. Dazu gehörten die Eingliederung in das bestehende Warenwirtschafts- und Buchhaltungssystem genauso wie die Einführung des papierlosen Büros und des hauseigenen Intranets zur Mitarbeiterqualifizierung. Ziel war es, das Team, das zum größten Teil übernommen wurde, möglichst schnell zu integrieren sowie im Arbeitsalltag Synergien nutzen zu können. Dazu gehörte auch, dass die Dienstleistungen Reinigung und Warenauslieferung umgehend an das bewährte System angeschlossen wurden.

Im nächsten Schritt erfolgte der räumliche Umbau, für den das Geschäft ab Ende April 2019 für drei Wochen komplett geschlossen blieb. Vom Boden bis zur Decke wurde alles neu gestaltet, zudem die gesamte Technik inklusive des Beleuchtungssystems erneuert. Die Planung übernahm dieselbe Innenarchitektin, die schon zuvor einen Umbau für Betten Winkler durchgeführt hatte. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, freut Frank Gaffrey sich heute.

Hell, modern und großzügig präsentiert sich die Verkaufsfläche, die übersichtlich eingeteilt ist: In verschiedenen, edel dekorierten Kojen werden Polster-, Boxspring-, Holz- oder Metallbetten von namhaften Herstellern wie Hasena, Kirchner oder Velda ausgestellt. In einer eigenen Abteilung wird eine umfangreiche Auswahl an Wäsche und Bettwaren angeboten. Der hintere Teil des Ladens ist schließlich der Kernkompetenz von Betten Winkler vorbehalten: Gut geschützt werden hier verschiedene Bettsystemen präsentiert, kann der Kunde vermessen und beraten werden und findet zahlreiche Möglichkeiten zum Probeliegen.

Im Zuge des Umbaus wurde auch das Sortiment erweitert, unter anderem um das Dormabell-Programm des Bettenrings, Boxspringbetten von Schramm sowie Tag- und Nachtwäsche der Firma Mey. „Für mich ganz neu ist, dass wir hier auch Wasserbetten verkaufen“, ergänzt Frank Gaffrey. Seine neuen Mitarbeiter hätten ihn davon überzeugt, das Angebot, das über viele Jahre ein fester Bestandteil der Bettenwelt war, nicht aufzugeben. Zu Recht, wie der neue Inhaber heute weiß.

Doch nicht nur in dem Spezialbereich, sondern grundsätzlich kann Gaffrey heute sagen, dass die Geschäftsübernahme ein voller Erfolg war. „Wir haben einen Wandel vom Fachmarkt zum Fachgeschäft vollzogen“, erklärt er, „und die Kunden damit erreicht.“ Die Reaktionen seien durchweg positiv, was sich auch in den Verkaufszahlen widerspiegele. „Wir blicken auf ein wirtschaftlich hervorragendes Jahr zurück.“ Die Corona-Krise habe dem Geschäft glücklicherweise nicht geschadet. Im Gegenteil sei auch hier die Rückbesinnung der Menschen auf ihr Zuhause spürbar gewesen.

Doch auch darüber hinaus hat Frank Gaffrey das Gefühl, dass das Fachgeschäft wieder mehr und mehr zum Thema wird. „Unsere Kernzielgruppe liegt zwar nach wie vor Ü 40“, erklärt er. Es sei aber auffällig, dass der Wunsch nach Qualität, Beratung und Regionalität immer mehr jüngere Kunden ins Fachgeschäft führe. „Das ist ein Trend, über den ich mich sehr freue.“

Ebenfalls als positiver Trend entpuppen ich die hohen Besucherzahlen in der neuen Filiale. „Man spürt, dass wir hier an einem frequenzstarken Standort in einer wirtschaftsstarken Region sind“, fasst der Fachhändler zusammen. Dass er sich mit der Geschäftserweiterung selbst Konkurrenz machen könnte, fürchtet er nicht. „Die Standorte überlappen sich nur minimal.“ Viel schwerer wiege da die Ausweitung des Einzugsgebiets ins Rheinhessische von Mainz bis ins rund 30 Kilometer südlich gelegene Alzey. Geografisch sei Betten Winkler mit seinen vier Filialen nun bestens aufgestellt. „Und ganz besonders freue ich mich darüber, dass wir unser Geschäft um eine Filiale in der Landeshauptstadt erweitern konnte“, ergänzt er.

Rückblickend ist der Fachhändler sich sicher, dass die zahlreichen Veränderungen nicht nur für ihn, sondern auch für das Team ein echter Kraftakt gewesen seien. „So ein Neustart ist ja immer mit vielen Unsicherheiten verbunden“, erklärt er. Mittlerweile seien die jedoch allesamt ausgeräumt. „Es ist uns gelungen, das Geschäft und die Mitarbeiter in unser bestehendes Konzept zu integrieren.“

In Mainz, wie an den anderen drei Standorten gelte, was den Erfolg von Betten Winkler ausmache: „Wir haben unsere Nische gefunden und setzen auf Beratung, hochwertigen Produkten, Service und Ambiente.“

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